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Sebastian Laurids F., Aufzeichnungen

Olivia Jones ist Schuld

Hamburg Posted on 2015-08-14 23:06

Heute werden vis-à-vis wohl Günters «Warzen kräftig traktiert», hinter einem dieser Fenster des SM-Clubs Touch, dort drüben zwischen den Häuserwänden auf der anderen Strassenseite. Woher ich das weiss? Aus dem aufschlussreichen und überaus spezifischen Eintrag, den er im Online-Gästebuch des Clubs hinterlassen hat. Nach mehr als einem halben Jahr Kiezbleibe kann es ja nicht schaden, dachte ich mir, kurz zu erfahren, was hinter der nahen allnächtlichen Leuchtreklame so abgeht.

Aber warum ich überhaupt auf der Touch-Homepage herumklicke? Ganz einfach: Olivia Jones ist Schuld. Denn Deutschlands berühmteste Dragqueen und gefühlte Bezirk-St.-Pauli-Geschäftsführerin stakselt grob geschätzt dreimal am Abend mit einer Truppe Touristen aus Bottrop durch die Erichstrasse – und bleibt jedesmal vor dem Touch stehen. In unmittelbarer Küchen-Hörweite. «Das ist der älteste Sado-Maso-Club…» läuft dann der In-Fleisch-und-Blut-Sermon ab. Irgendwann fällt sicher auch ein an die Herren gerichtetes «Ihr Schlawiner» und das Angebot, gern die Gruppe zurückzulassen um reinzugehen. Drinnen könnte dann dem ein oder anderen Neugierigen, nunja, … und hier käme dann das Online-Gästebuch ins Spiel.



Homepage 2.0

Hamburg Posted on 2015-08-14 22:01

Damals, als ich mir viele Zürcher Nächte um die Ohren schlug, um html-Tag an html-Tag auf den ftp-Client zu kleistern, sollte die Seite simpel sein. Schwarz-weiss, ohne farbiges Brimborium. Ein bisschen Mouse-Hover hier, ein wenig Wisch-und-weg da. Aber dann bei jedem Update: Wieder 38 Komponenten in den Code frickeln, was eigentlich in einzwei Klicks hätte erledigt sein sollen. Neue Fotos geschossen? Auf die Seite setzen? Ahh, morgen vielleicht, oder am Wochenende. Ein Mühsal. Schnell verlorene Lust, www.Mr.Fischer.ch dümpelte, selbst ich mochte nicht mehr hinschauen.

Nundenn, diesmal – god thanks the provider – ging es schneller, dafür auch bunter, aber immerhin steht die Seite nach dreivier Abenden. Vielleicht bleib ich diesmal dahinter, vielleicht auch nicht. Aber dann wäre es jetzt wenigstens nur für eine kleine Katz gewesen.